Eiserner Derbysieg zum Auftakt

Selle,Berni und Jura knocken Favoriten aus.

 

FC Union- SG DJK Struth/ Diedorf 3:0 (1:0)

 

Derby-Siege auf eigenem Platz können die Unioner. Mit einem überraschend deutlichen 3:0 fegte der FC Union den Aufstiegsaspiranten SG DJK Struth/ Diedorf aus dem Auestadion und kam damit ein halbes Jahr nach dem 2:1-Derbysieg über Großengottern so zurück, als wäre nichts gewesen. Freud und Leid (Trauer) lagen am Samstag nicht nur nach dem Spiel, sondern schon vor dem Anpfiff nah beieinander. Die Freude der Fans beider Teams nach sechs Monaten vor dem Anpfiff einerseits wurde gleich mit einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Unioner Stephan Heyde, der als Spieler, Funktionär, Förderer und Fan seinem Verein jahrzehntelang die Treue hielt, unterbrochen. Dann ging es los vor den maximal zugelassenen 200 Fans. Die Kreisstädter machten gleich negative Erfahrung mit den von den Behörden vorgegeben Rahmenbedingungen. Denn 20 Minuten nach dem Anpfiff mussten sie die Stadiontore schließen, weil die Kapazität erschöpft war. Auf dem Platz setzte der spielstarke Gast die ersten Akzente. Einen Freistoß von Thomas Nolte verlängert Philipp Apel, doch Unions Neu-Keeper Sebastian Arnold ist aufmerksam bei seiner ersten Aktion (3.). Der Ex-Preusse zeigte gleich, welch sicherer Rückhalt er für sein neues Team sein wird. Auch beim nächsten Standard der Südeichsfelder war er zur Stelle, Nolte zirkelte einen Eckball mit links auf den langen Pfosten, doch „Arni“ lenkte den Ball über die Latte (22.). Die Platzherren tauchten nach einer halben Stunde erstmals gefährlich vor dem Gästekeeper auf, jedoch scheiterte zunächst Lukas Franke an Michael Jakobi und den Abpraller setzte Maximilian Hottop rechts neben den Pfosten (29.).  „Wir wollten hinten unbedingt die Null halten nachdem wir in den Tests so viele Gegentore kassierten“ begründete Unions Coach Ronny Aster die defensive Grundeinstellung und nur einer zentralen Spitze. Damit machte er der Spielgemeinschaft das Leben schwer, die mehr Ballbesitz und Spielanteile hatte. Doch das Spielglück hatten die Eisernen. Zwei Neuzugänge sorgten für den Führungstreffer. Sven Bernsdorf bringt einen Freistoß auf Dominique Sellmann, der wuchtig „einschädelt“-1:0 (38.). „Als wenn wir schon zehn Jahre zusammen spielen“ (O-Ton von „Berni“ beim gemeinsamen Jubel mit „Selle“). Kurz darauf vergeben die Aster-Schützlinge ein Riesending, Patrick Rost legt quer zu Toni Jurascheck, der freistehend beim Schuss wegrutscht und aus fünfzehn Metern knapp verzieht (41.). Auf der anderen Seite weiterhin kein Glück für Norman Wohlfeld, dessen Abschluss  nach Alex´Käpplers Vorarbeit über den Kasten fliegt (43.).

Dann war Pause, aus der die Seipel-Schützlinge noch forscher herauskamen. Aber in ihre beste Phase mit einer Doppelchance für Philipp Jakobi, dessen Schuss Arnold zur Ecke lenkte und dem darauf folgenden Kopfball von Wohlfeld, der auf dem Tornetz landete (59./60.) platzte der nächste Nadelstich durch Unions Bernsdorf, der zentral aus 16 Metern abzieht und trifft-2:0 (65.). Den Schock nutzten die Unioner zur schnellen Entscheidung. Die beiden eingewechselten Lukas Weingart und Florian Schuhmann legten den Ball für „Jura“ auf und Unions Kapitän „netzte“ ein-3:0 (69.)- die Entscheidung. Für richtig Farbe sorgte der junge Referee Martin Mühlberg, der mit etwas mehr „Fingerspitzengefühl“ nicht so viele Gelbe (6:2) und Gelb- Rote (2/ für Unions Nico Damm und Trainer Ronny Aster) ziehen musste. Wobei die Eisernen auch in einigen Situationen zu überspannt reklamierten. Ein ruhigeres Auftreten ist da förderlicher. „Ein verdienter Sieg für Mühlhausen, wir haben heute nicht gezeigt was wir können. Das Spielglück hatten die Gastgeber“ war DJK- Coach sauer über die Auftaktpleite. Ronny Aster lobte die mannschaftliche Geschlossenheit: „Ein Sieg des Teams, das 90 Minuten Moral gezeigt hat und aus der ich keinen hervorheben will. Die beiden neuen Routiniers Arnold und Sellmann gaben als defensive Achse der Elf die notwendige Stabilität“

 

 

Michael Meyer

FC Union Mühlhausen

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